
Tierwohl und Viehwirtschaft
Für eine nachhaltige Weidebewirtschaftung im Einklang mit dem Tierwohl bezahlen wir den kirgisischen Bauern einen fairen Preis. Mit unserem langfristigen Engagement unterstützen wir sie direkt in ihrer ursprünglichen Lebensweise und ihrer extensiven Art der Viehhaltung.

Für einen Grossteil der ländlichen Bevölkerung Kirgisistans, welche zwei Drittel der Gesamtbevölkerung umfasst, stellt Land- und Viehwirtschaft die Haupteinkommensquelle dar. Häufig werden die Ziegen in Mischherden zusammen mit Schafen, Rindern, Yaks und Pferden gehalten, was eine optimierte und ökologisch nachhaltige Nutzung von Weiden unterstützt.

In anderen Kaschmir-Regionen der Welt – wie z.B. die Innere Mongolei in China oder die Khövsgöl Provinz in der Mongolei – die sich ganz auf die Produktion von Kaschmir spezialisiert haben, sind in den letzten Jahren die Anzahl Ziegen dermassen gewachsen und die Viehwirtschaft so sehr intensiviert worden, dass die fragilen Trockenweiden überbeansprucht werden.

Grosse Ziegenpopulationen sind hinsichtlich Überweidung problematisch, da sie die Weiden viel intensiver abgrasen als andere Vieharten wie Schafe, Rinder, Pferde und Kamele. Da Ziegen in ihrem Essverhalten anspruchsloser sind, können sie sich auch von den Wurzeln von Gräsern ernähren, wodurch diese nicht mehr nachwachsen. Letztendlich führt eine solche Überweidung zu einer verstärkten Degradierung des Bodens (z.B. durch Erosion), zu Versteppung und schliesslich zur Desertifikation.

Bei unserem Kaschmirgarn gehen die artgerechte Tierhaltung und schonende Weidebewirtschaftung Hand in Hand. Immer mit dem Ziel, dass die Menschen hinter diesem wunderschönen Naturprodukt auch künftig im Einklang mit den Tieren leben und die atemberaubende Landschaft bewahren können.